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Alena spricht kein Schweizerdeutsch

Freitag, 30. Oktober 2009 / 09:12 h
 
Die Hatz gegen Deutsche in der Schweiz geht weiter: Die deutsche Moderatorin von «usgang.tv», Alena Gerber, solle sich eine Stelle in Deutschland suchen, fordert Erich Hess Präsident der Jungen SVP (JSVP), und erhält Unterstützung von SVP-Nationalrat Hans Fehr (ZH).  (li/news.ch)



In der Kritik, weil sie als Moderatorin kein Schweizerdeutsch spricht: Alena Gerber.

 
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usgang.tv
zuerich.usgang.ch/tv
 
Die deutsche Alena Gerber ist Moderation der Internet TV-Sendung «usgang.tv», wo die 20-jährige in Hochdeutsch spricht. Genau diese Tatsache empört einige Schweizer Politiker derart, dass Alena mittlerweile zu einem Politikum geworden ist.

news.ch gibt Alena hier die Gelegenheit, sich zu diesem Sprachenstreit zu äussern:

Liebe Schweizerinnen und Schweizer

Mittlerweile komme ich selbst nicht mehr nach, mitzuverfolgen, was ich wo und wann hätte gesagt haben sollen oder nicht. Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass weder ich noch «usgang.tv» aktiv zur Entstehung dieser ganzen Geschichte beigetragen haben. Auch distanziere ich mich von Angriffen auf die Schweiz, die - aus dem Kontext gerissen - ein völlig falsches Bild ergeben.

Aber, der Reihe nach. Ich habe ein Casting für den Moderationsjob bei «usgang.tv» gewonnen. Ich habe mich riesig gefreut, diese Chance wahrnehmen zu können und es macht mir nach wie vor grossen Spass, das Format zu moderieren. Für mich ist das nicht bloss ein Job, sondern Berufung und ein neuer Lebensabschnitt. Das ist auch der Grund, weshalb ich nach wie vor in der Schweiz leben möchte.

Dass ich «Schwyzerdütsch» lerne, sollte ursprünglich nicht an die grosse Glocke gehängt werden. Das ist einer meiner Beiträge zu meiner schnellen und aktiven Integration in der Schweiz.

Wenn ich jetzt als Aufhänger für eine öffentliche Debatte über deutsche Zuwanderung in der Schweiz dienen soll, wieso eigentlich nicht? Ich übernehme gerne die Rolle eines weiblichen «Winkelried» und stelle mich der Diskussion. Für alle Deutschen, die in der Schweiz arbeiten, leben, Steuern bezahlen und sich zeitweise mit rassistischen Anwürfen konfrontiert sehen, ist es meines Erachtens wichtig, dass wir diese Diskussion führen. Aber lieber sachlich statt emotional.

Ich bin in den letzten Tagen mit Feedback überschwemmt worden. Ich möchte mich an dieser Stelle für all die lieben Kommentare und Mails bedanken. Ich danke allen Schweizerinnen und Schweizern, die mich Willkommen heissen oder mir Glück wünschen.

Und für alle Anderen: Wenn ich Euch nerve oder aufrege, dann schaut einfach meine Sendung nicht. So einfach ist das. Es ist ja nicht so, dass die Sendung beim gebührenfinanzierten Schweizer Fernsehen läuft und dem Zuschauer aufgezwungen wird. Ich präsentiere ein Lifestyle- und Partyformat im Internet.

Eure
Alena Gerber


 
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