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Anonym mit dem «Privacy Dongle» im Internet surfen

Sonntag, 13. April 2008 / 20:24 h
 
Mit speziellen USB-Sticks wie dem «Privacy Dongle» hinterlassen Internetnutzer auch an fremden Rechnern keine Spuren im Netz. (von Björn Brodersen/teltarif.ch)



Der «Privacy Dongle».

 
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«Solche Sticks enthalten einen Browser wie etwa Firefox und eine Anonymisierungssoftware, mit denen der Nutzer seine Spuren im Netz verwischen kann», sagte Henry Krasemann vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) in Kiel.

Die Bedienung der Sticks sei einfach: «Ich führe den Stick ein und starte Webbrowser sowie Anonymisierungssoftware. Die Programme konfigurieren sich selbst und das Surfen spielt sich nur auf dem Stick ab.»

Auf dem fremden Rechner führe der Nutzer auf diese Weise keine Anwendung aus. «Da sich der Webbrowser auf dem Stick befindet, werden hier auch die Cookies besuchter Webseiten gespeichert. Sobald ich den Stick wieder entferne, sind auf dem fremden Rechner keine Spuren mehr zu finden», erklärt Krasemann.

Die Surfspuren auf dem Stick liessen sich auf Wunsch nach der Sitzung löschen. Ein weiterer nützlicher Aspekt sei das Speichern von Lesezeichen und Passwörtern auf dem Stick. Diese stünden dann auch auf fremden Rechnern zur Verfügung.

Verein will Privatsphäre stärken

Der «Privacy Dongle» ist ein von dem Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoeBuD) angebotener USB-Stick, der mit der Software TorPark bestückt ist. Der «Privacy Dongle» wird in den USB-Port des Windows-Rechners am Arbeitsplatz, wenn die private Nutzung der Rechner nicht verboten ist, bei Freunden oder im Internetcafe gesteckt.

Dann wählt der Nutzer den Stick an, klickt auf das Programm-Icon und kann über einen modifizierten Firefox-Browser (TorPark), der sich sofort mit dem Tor-Netzwerk verbindet, anonym im Netz lossurfen. Der FoeBuD möchte damit das Recht auf Privatsphäre im Internet stärken. Im FoeBud-Shop kostet der USB-Stick 20 Euro (umgerechnet etwa 31,50 Franken) zuzüglich Versandkosten. Alternativ kann man die Anonymisierungs-Software auf einem bereits vorhandenen installieren.

Nach Angaben des Vereins besteht das Tor-Netzwerk besteht aus hunderten Rechnern, die über die ganze Welt verteilt sind. Beim Starten der TorPark-Software werde ein Weg über drei dieser Rechner vermittelt. Durch einVerschlüsselungsverfahren würden die Surfspuren so verwischt, dass der erste der drei Rechner nicht wisse, welche Webseite angesteuert wird.

Der letzte Rechner in der Reihe kenne zwar das Ziel, nicht aber, wer es aufgerufen hat. Logfiles würden nicht mitgeschrieben. Einschränkungen beim Surfen im Internet sind: Bestimmte Anwendungs-Plugins für Browser sind deaktiviert und die Geschwindigkeit kann sehr gering sein. Für Filesharing ist das Tor-Netzwerk zum Beispiel weder gedacht noch ausgelegt.


 
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