

Das «gesunde Empfinden der Öffentlichkeit» werde gestört..


.. es gelte anzuerkennen, dass die Löhne von den Aktionären festgelegt würden, sagte Stämpfli.
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«Die Schweiz ist kein Land, in dem kein Verständnis für die Anliegen der Wirtschaft vorhanden wäre. Aber das Verständnis für solche Lohndifferenzen fehlt», stellt Stämpfli in einem Interview mit der «Berner Zeitung» fest.
Er betrachte das Problem der hohen Managerlöhne wegen der politischen Auswirkungen mit Sorge. Auch wenn er die sachlichen Gründe für solche Löhne zum Teil nachvollziehen könne, werde das «gesunde Empfinden der Öffentlichkeit» durch solch hohe Managerlöhne gestört.
«Schrankenloser Kapitalismus?»
«Die Exponenten müssen sich die Frage überlegen, ob sie zu einem hemmungs- und schrankenlosen Kapitalismus zurückkehren wollen, oder ob auch so etwas wie Selbstbeschränkung angezeigt ist. Jeder muss nach seinem Gewissen entscheiden, was er tun darf und was nicht», sagt Stämpfli.
Stämpfli findet es wichtig, «dass man aus der Emotionalität der aktuellen Diskussion herauskommt und die damit verbundenen Sachfragen angeht». Es gelte den Grundsatz anzuerkennen, dass die Löhne in den Schweizer Grosskonzernen nicht von der Öffentlichkeit, sondern von den Aktionären festgelegt würden.
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