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Bollywood entdeckt Online-Marketing

Samstag, 1. März 2008 / 15:14 h
 
Mumbai - Indische Film-Produktionsfirmen haben das Marketingpotenzial des Internets für sich entdeckt. Während die Studios in Hollywood in den vergangenen Jahren ihre Marketingstrategien weiter forciert und den aktuellen technologischen Gegebenheiten angepasst haben, hinkte das indische Pendant bislang in dieser Hinsicht noch deutlich hinterher.  (smw/pte)



Indische Film-Produktionsfirmen haben das Marketingpotenzial des Internets für sich entdeckt.

 
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Dies soll sich aber schon bald ändern. So verstärken die Bollywoodstudios derzeit ihre Bemühungen, um sich nach US-amerikanischem Vorbild alle Möglichkeiten für die Bewerbung ihrer Filmproduktionen zu Nutze zu machen. Vor allem das Internet nimmt in diesem Zusammenhang eine zunehmend wichtigere Rolle ein.

«In Hollywood kommen rund 30 bis 40 Prozent der generierten öffentlichen Aufmerksamkeit für einen Film durch das Internet zustande», erklärt Carlton D'Silva, Creative Director des indischen Bollywood-Webportals Bollywoodhungama. In Bollywood liege der vergleichbare Wert hingegen zwischen 15 und 20 Prozent.

Vor allem der eigene Internetauftritt eines Films sei aber für ein erfolgreiches Marketing heute zunehmend von Bedeutung. «Die meisten der grossen Hollywood-Studios nutzen diese Möglichkeit, um vor dem eigentlichen Start eines Films den Menschen einen exklusiven Trailer zur Verfügung zu stellen»; schildert D'Silva.

An die 60 Prozent des US-Publikums würden sich keinen Film mehr im Kino ansehen, ohne den entsprechenden Trailer gesehen zu haben, so D'Silva.

Ohne Marketing geht nichts

«Ohne Marketing geht heute bei Filmproduktionen nichts mehr», stellt Daniela Wolf von der Filmproduktionsfirma MPC Film fest. Auch die Nutzung des Internets für Marketingzwecke habe sich mittlerweile als Standard etabliert. «Welche Marketingmassnahmen konkret ergriffen werden, hängt aber auch stark vom jeweiligen Film ab», betont Wolf.

Das Internet biete in dieser Hinsicht natürlich vielseitige Möglichkeiten. «Neben einer eigenen Homepage werden etwa auch oft Ausschnitte auf YouTube eingestellt, um Filme bei einem möglichst breiten Publikum bekannt zu machen», erläutert Wolf.

Hollywood habe, was die Ausschöpfung der Möglichkeiten betrifft, sicherlich eine Vorreiterrolle inne. «Mir persönlich ist das aggressive Marketing Hollywoods aber mittlerweile zu übertrieben», meint Wolf.

Auch Merchandising-Artikel

Besonders im Bereich der Kinofilme ist der eigene Internetauftritt heute nicht mehr wegzudenken. Nahezu alle Neuerscheinungen in diesem Gebiet nutzen das Web, um Bildmaterial, Filmausschnitte, Handyklingeltöne, Making-Of-Beiträge oder ähnliches weiter verbreiten zu können.

In Hollywood geht man aber bereits einen Schritt weiter und bietet zusätzlich zu traditionellem Content auch Merchandising-Artikel zu einem bestimmten Film über das Internet an. Zudem werden auch des Öfteren Gegenstände online versteigert, die direkt vom Set eines Filmdrehs stammen.


 
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