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Bührer fordert mehr Transparenz bei Managerlöhnen

Sonntag, 1. Oktober 2006 / 11:18 h
 
Bern - Gerold Bührer, Kandidat für das Amt des Präsidenten von economiesuisse, setzt sich im Streit um hohe Managerlöhne ein. Er sieht sich als Brückenbauer und hofft, dass Konflikte nicht in den Medien ausgetragen werden. (li/sda)



Gerold Bührer will den Wirtschaftsdachverband in ruhigere Gewässer führen.

 
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Der Schaffhauser FDP-Nationalrat soll den Wirtschaftsdachverband in ruhigere Gewässer führen, nachdem ein interner Richtungsstreit entbrannt ist. In jedem Verband gebe es «unterschiedliche Beurteilungen, das ist gut so», sagte Bührer in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Doch werde er als Präsident darauf hinwirken, dass «solche Diskussionen nicht im medialen Schaufenster» ausgetragen würden. Bei den aktuellen Diskussionen geht es um die künftige Ausrichtung von economiesuisse.

Bührer plädiert für eine Konzentration des Verbands «auf die ordnungspolitischen Schlüsselbereiche». Doppelspurigkeiten müssten abgebaut werden, eine «Konzentration der Kräfte» sei angesagt. Es brauche für die Wirtschaft eine Stimme «in zentralen, ordnungspolitischen Belangen».

Insofern sei das economiesuiss-Präsidium eine Fortsetzung seiner politischen Arbeit. «Ich war immer ein Brückenbauer zwischen Wirtschaft und Politik.

Bührer will vermitteln

Als Vermittler fungieren will Bührer auch in der Frage über die angemessene Höhe von Managerlöhnen. Auch innerhalb des Verbandes werden die Millionen-Bezüge, etwa von UBS-Chef Marcel Ospel, kritisiert.

Entscheidend seien in dieser Frage Transparenz, ein nachvollziehbares Lohnsystem und unabhängige Lohnausschüsse in den Verwaltungsräten, so Bührer. Und schliesslich müsse der Bonus für Manager »sinken, wenn die Zahlen schlecht sind«.

Bührer will mehr Transparenz

Die Bezüge der Verwaltungsräte eines Unternehmens müssten einzeln offen gelegt werden. Für die Geschäftsleitung genüge es, die Lohngesamtsumme und den höchsten Bezug offen zu legen. Bührer bezeichnet sich zudem als «klarer Verfechter einer Trennung von Verwaltungsratspräsidium und Geschäftsleitung». Eine Ausnahme von dieser Regel sehe er «nur in ausserordentlichen Situationen».


 
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