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CS-Chef kritisiert Debatte um Millionensaläre

Sonntag, 4. Februar 2007 / 12:48 h
 
Zürich - Der Verwaltungsratspräsident der Grossbank Credit Suisse, Walter Kielholz, findet die Debatte um die Managerlöhne nicht ehrlich. Es könne sein, dass Bank-Manager zu viel verdienen: «Aber das kann ich auch nicht ändern», sagte er im Interview. (smw/sda)



Walter Kielholz zieht nicht in eine steuergünstige Gemeinde.

 
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«Nur weil Manager ihre Saläre öffentlich machen müssen, wird endlos darüber diskutiert», sagte Kielholz dem «SonntagsBlick». Ausgeklammert würden dagegen die hohen Einkommen von Showleuten und Sportlern wie auch Erbschaften aus grossen Vermögen. Und die Finanzdirektoren seien über einen Zuzug von «Supermilliardären» froh.

Heute lebe man in einer globalisierten Welt, so Kielholz: «Die Hälfte unserer Mitarbeitenden sitzt nun einmal in London oder New York.» Nicht verständlich ist für den CS-Präsidenten ist deshalb auch, warum gerade ein Bundesratslohn ein Massstab sein soll.

Laut der Anlagestiftung Ethos zahlt die CS schweizweit die höchsten Managerlöhne. In der Geschäftsleitung sei dies durchschnittlich 32,1 Mio. Fr. pro Mitglied. Die CS spricht dagegen von durchschnittlich 17 Mio. Franken. Konzernchef Oswald Grübel dürfte auf jeden Fall deutlich darüber liegen. Der Jahreslohn von VR-Präsident Kielholz liegt bei 12,1 Mio. Franken.

Einen Umzug in die steuergünstigen Schwyzer Gemeinden Freienbach oder Wollerau, wo viele seiner Manager-Kollegen leben, erwägt der in der Stadt Zürich lebende Kielholz nicht, wie er im Interview sagte: «Was soll ich denn an einem feuchten, schattigen Hang?»


 
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