Club der Milliardäre - Die 400 reichsten Amerikaner

Freitag, 21. September 2007 / 07:29 h
 
New York - Ein Vermögen von einer Milliarde Dollar klingt nicht schlecht - reicht aber erstmals nicht mehr aus, um sich einen Platz in der «Forbes»-Liste der 400 reichsten Amerikaner zu sichern. Die Einstiegsschwelle liegt jetzt bei 1,3 Milliarden Dollar (930 Millionen Euro), das sind 300 Millionen Dollar mehr als bei der Liste im vergangenen Jahr. (bert/AP)



Die zwei reichsten Männer der USA: Bill Gates und der Warren Buffett.

 
Die Reichen werden tatsächlich immer reicher: Das addierte Vermögen der 400 Superreichen in den USA erreicht nach der am Donnerstag veröffentlichten Liste 1,54 Billionen Dollar (1,1 Billionen Euro) - verglichen mit 1,25 Billionen Dollar (890 Milliarden Euro) im Jahr 2006.

Vergleichsweise langweilig liest sich die Reihenfolge auf den besten Plätzen der amerikanischen Wohlstandsgesellschaft.

Seit 14 Jahren wird die Liste des Wirtschaftsmagazins angeführt von Microsoft-Gründer Bill Gates, dessen Nettovermögen inzwischen auf 59 Milliarden Dollar (42,05 Milliarden Euro) geschätzt wird.

Danach folgen Warren Buffett von der Firma Berkshire Hathaway mit 52 Milliarden und Kasino-Mogul Sheldon Adelson mit 28 Milliarden. Den vierten Platz behauptete Datenbank-König Larry Ellison vom IT-Unternehmen Oracle mit 26 Milliarden Dollar.

«Junge» holen auf

Danach aber wird es interessanter: Erstmals in die Top Ten haben es die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page geschafft, die sich mit jeweils 18,5 Milliarden Dollar einträchtig Platz fünf teilen. Ihr Vermögen hat sich seit 2004 mal schnell vervierfacht.

Weiter unten in der Liste hat nahezu die Hälfte der 45 Neulinge ihr Vermögen mit Hedge-Fonds und Private-Equity-Investments gemacht - das Geschäft der «Heuschrecken» scheint sich also weiter zu lohnen. Unter den Mitgliedern dieses Berufsstandes findet sich auch der Jüngste in der «Forbes»-Liste: Der 33-jährige Hedge-Fonds-Manager John Arnold liegt mit 1,5 Milliarden Dollar auf Platz 317.

Wer ist 2008 noch dabei?

«Die Wall Street gibt in diesem Jahr die Rechnung vor», sagte der zuständige Redakteur der «Forbes»-Liste, Matthew Miller. Niemand könne wissen, ob die Newcomer im nächsten Jahr auch noch dabei seien. «Das hängt ganz davon ab, wie sich der Markt entwickelt.»

Andere wurden vom Boom der Ölpreise nach oben gespült. So stiessen die Ölunternehmer Charles und David Koch mit 17 Milliarden Dollar auf den neunten Platz vor. Sie verdrängten die Walton-Familie als Erben des Einzelhandelskonzerns Wal-Mart erstmals seit 1989 aus den Top Ten.

Kirk Kerkorian machte in diesem Jahr wieder Schlagzeilen wegen seiner Ambitionen in der Automobilindustrie. Dass der 90-Jährige seine Position um 19 Plätze auf Rang sieben verbessert hat, verdankt er aber allein seinen Kasino-Geschäften als Mehrheitsaktionär bei MGM Mirage, das Rekordprofite in Las Vegas einfuhr.



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