Dienstag, 15. Juni 2010 / 14:20 h Zürich - Zu hunderten sind beim Schweizer Fernsehen Beschwerden wegen des Vuvuzela-Lärms bei der Fussball-WM eingegangen. Der Sender versucht, das permanente Gebrumme der afrikanischen Tröten herauszufiltern - muss die Zuschauer aber enttäuschen. (fkl/sda) |


Der Lärm einer Vuvzela erreicht den Dezibelwert eines Düsenjets.
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«Wir können das Gebrumme leider nicht komplett rausfiltern», sagte SF-Sprecher Marco Meroni auf Anfrage der SDA. Man könne es vielleicht etwas mildern, eine Qualität wie bei einem Champions-League-Spiel werde man aber nicht erreichen. Dafür sei das Getröte mit seinen 120 Dezibel schlicht zu laut.
Das Problem liege darin, dass der Summton über zwei Kanäle beim Zuschauer ankomme: Einerseits über das Weltsignal, das vom Broadcaster HBS der ganzen Welt zur Verfügung gestellt wird, andererseits über die Mikrofone der Kommentatoren.
Kabinen nicht schalldicht
Leider seien die Kabinen der Kommentatoren keineswegs schalldicht. Das Gebrumme wie aus einem Bienenstock gelangt direkt ins Mikrofon und so auf den Sender. «Wir versuchen im Moment, ob man mit anderen Mikrofonen etwas erreichen kann.» Zudem habe man eine Analyse des Tones gemacht und prüfe, ob man allenfalls Aktiv-Filter einsetzen könne, um den störenden Summton zu eliminieren.
Das Schweizer Fernsehen werde allfällige Erkenntnisse so schnell wie möglich umsetzen, so Meroni. Man tue was man könne, aber «wir werden das wohl nicht hinkriegen.»
SF-Mitarbeiter sind selbst genervt
Mit dem Nervtöter hätten aber nicht nur die Fernsehzuschauer ihre liebe Mühe, sondern auch die SF-Mitarbeiter vor Ort. Sie seien dem Lärm, der dem Dezibelwert eines Düsenjets nahe kommt, permanent ausgeliefert. Das Getröte sei nicht nur während der 90 Minuten eines Spiels zu hören, sondern eigentlich den ganzen Tag.
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