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Deutsche Bank erwartet Milliardenverlust

Mittwoch, 14. Januar 2009 / 11:20 h
 
Frankfurt - Die Finanzkrise hat bei der Deutschen Bank am Jahresende zu tiefroten Zahlen geführt. Der deutsche Branchenprimus sagte einen Verlust nach Steuern für das vierte Quartal von 4,8 Mrd. Euro voraus. (smw/sda)



Die Deutsche Bank erwartet im vierten Quartal und für das Gesamtjahr 2008 einen Milliardenverlust.

 
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Als Grund führte die Bank in ihrer überraschenden Mitteilung «ausserordentlich schwierige Marktbedingungen» an, die den Eigenhandel mit Aktien und Kreditprodukten belastet hätten.

Zudem habe sich der Abbau von Risikopositionen kurzfristig negativ niedergeschlagen. Für das Gesamtjahr 2008 geht die Bank von einem Nettoverlust von 3,9 Mrd. Euro aus. Im Vorjahr hatte die Bank noch einen Rekordgewinn von 6,5 Mrd. Euro erzielt.

Der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat Schwächen seines Instituts in der aktuellen Finanzkrise eingeräumt. Über den Milliardenverlust im vierten Quartal sei die Deutsche Bank «sehr enttäuscht», erklärte Ackermann laut Mitteilung.

Aktie eingebrochen

Zum Jahreswechsel 2008/2009 habe die Kernkapitalquote der Bank bei zehn Prozent gelegen. Dies entspreche der Zielgrösse der Bank und sei im Vergleich zu einigen Mitbewerbern noch relativ gut. Dabei sei die Dividende von 50 Cent pro Aktie für das Geschäftsjahr 2008 bereits berücksichtigt.

In Reaktion auf diese Nachricht ist die Aktie eingebrochen. Die Titel fielen in der Spitze um 8,3 Prozent auf 22.26 Euro. «Eigentlich hätte man das erwarten können, wenn man die anderen Banken beobacht hat, aber Herr Ackermann hatte sich immer noch relativ optimistisch gegeben», meinte ein Händler.

Verkauf der Postbank perfekt

Der Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank ist derweil perfekt. Die Deutsche Post erhält für den Verkauf von zunächst 22,9 Prozent ihrer Tochter Postbank rund acht Prozent der Deutschen Bank.

Das teilten die beiden Konzerne in einer gemeinsamen Erklärung mit. Damit wird indirekt auch der Staat, dem zum Teil die Deutsche Post gehört, an der grössten deutschen Bank beteiligt.


 
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