

Freestyle.ch soll kein Traditionsanlass werden.
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Seit 1995 hat sich das freestyle.ch in der Schweizer Sportwelt einen wichtigen Namen erarbeitet. Längst ist es sogar zum grössten Trendsportanlass des Kontinents geworden. Erwin Flury, der umtriebige «Head of Event», ist stets am Nerv der Zeit geblieben, immer wieder hat er Neuerungen eingeführt. «Freestyle.ch soll kein Traditionsanlass werden. Wir geben immer wieder neue Impulse und treiben die Dinge voran, genau wie das die Athleten unserer Sportarten tun», sagte er kürzlich im Interview mit der «Sonntagszeitung».
Heuer kann der Visionär mit dem unbändigen Tatendrang mit einer neuen, gewaltigen Anlage für die Skateboarder aufwarten. Erstmals wurde in Europa die «mini-MegaRamp» aufgebaut, die bislang nur in Brasilien, China und den USA im Einsatz gewesen ist. Die 53 Meter lange und 9 Meter hohe Schanze, von der die Fahrer rund zehn Meter durch die Luft fliegen, ersetzt die Halfpipe und steht noch zentraler im Gelände auf der Landiwiese.
Der Vorteil: Für die Zuschauer wird das Gebotene einfacher nachzuvollziehen sein, da nun in allen Disziplinen pro Durchgang nur noch ein Sprung (und nicht wie in der Halfpipe ein ganzer Lauf) gezeigt wird. Dadurch erhöht sich die Vergleichbarkeit der Sportarten in der Crossover-Session vom Samstagabend. In diesem Format, der Kombination aller Sportarten, kürt das Publikum ab 21.30 Uhr per Applaus den innovativsten und mutigsten Fahrer.
Hauptattraktion auf dem Big Air der Skateboarder dürfte der mehrfache X-Games-Sieger Bob Burnquist werden. Der bald 35-jährige Brasilianer mit US-Pass gilt in der Szene als lebende Legende. Der Schweizer Snowboarder Iouri Podladtchikov, auch mit Rädern unter dem Brett ein begnadetes Talent, wird sich ebenfalls auf der «mini-MegaRamp» versuchen. Dazu gehört der Halfpipe-WM-Zweite, der von Zürich ins (steuergünstige) Wilen SZ gezogen ist, in seinem angestammten Metier zu den Favoriten.
Mit Podlatchikovs Teamkollegen Christian Haller, dem Westschweizer Motocrosser Mat Rebeaud oder dem Bündner Freeskier Elias Ambühl, der am freestyle.ch erneut einen von ihm erfundenen Trick zeigen wird, wollen weitere Schweizer Athleten von sich reden machen. Insgesamt werden am Samstag (Crossover-Session) und am Sonntag in den einzelnen Disziplinen 110'000 Dollar Preisgeld vergeben. Für den gesamten Anlass, der wie im letzten Jahr nur noch an zwei Tagen durchgeführt wird, beträgt das Budget rund 3,1 Millionen Franken.
Programm
Samstag, 24. September: Qualifikation Skateboard (13.00), FMX (14.15), Freeski (15.30), Snowboard (18.00), Crossover-Session mit Snowboard, Freeski, FMX, Skateboard und BMX (21.30). - Sonntag, 25. September: Halbfinals Skateboard (13.00), Freeski (14.00), FMX (15.00) und Snowboard (16.00), Finals in allen Disziplinen (17.00). |