

In der Industrie gibt es Nachholbedarf, hält Lampart fest.
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Insbesondere im Dienstleistungssektor sei die provisorische Bilanz erfreulich, sagte Daniel Lampart, SGB-Chefökonom. Gute Abschlüsse habe es beispielsweise bei der Post (3,5 Prozent) oder bei Coop (2,5 bis 3,0 Prozent) gegeben.
Da die Teuerung für 2007 voraussichtlich bei 0,7 Prozent liege, würden in fast allen Branchen auch die Reallöhne steigen. Erstmals seit 16 Jahren gewährt laut SGB auch der Bund eine Reallohnerhöhung.
Mikrige Industrie
«Mikrig» fallen laut Lampart hingegen die Lohnerhöhungen in der Industrie aus, namentlich im Metallbau (1,3 Prozent) und im Isoliergewerbe (1,0 bis 1,3 Prozent). Mit dieser Haltung würden die Arbeitgeber einen grossen Fehler machen. «Über kurz oder lang werden sie Mühe haben, genügend qualifiziertes Personal zu finden.»
Besonders gross sei der Nachholbedarf bei den Erwerbstätigen mit Berufslehre oder ohne Berufsausbildung, sagte Lampart weiter. Zwischen 2002 und 2006 hätten sie einen Reallohnverlust von 0,9 Prozent beziehungsweise 0,4 Prozent erlitten.
Mindestlohnkampagne erfolgreich
Zufrieden sind die Gewerkschaften mit dem bisherigen Ergebnis ihrer Mindestlohnkampagne. In verschiedenen Branchen und Betrieben wie beispielsweise bei Coop seien für die untersten Einkommensgruppen überdurchschnittliche Erhöhungen erreicht worden, sagte André Daguet, Geschäftsleitungsmitglied der Gewerkschaft Unia.
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