

Zuerst erfährt man online von neuen Handys.
|
|
|
|
|
Dabei werden Kanäle wie Preisvergleichsseiten, Review Sites oder die Hersteller- und Händlerwebsites favorisiert, wie eine Studie von TNS Infratest zeigt. «Immer mehr Mobilfunkunternehmen erkennen die Bedeutung von Bewertungsportalen und wollen ihre Strategien in diesem Bereich auf Vordermann bringen», so Petra Dittrich, Senior Consultant beim Marktforschungsinstitut, gegenüber pressetext.
Content nimmt zu
Der Einfluss von Online-Medien im Vergleich zu den klassischen Medien ist dabei von der jeweiligen Phase des Kaufprozesses abhängig, in der sich der Kunde gerade befindet. Aufmerksam auf ein neues Mobiltelefon werden Kunden überwiegend auf den Websites der Hersteller beziehungsweise Händler. Auch Preisvergleichsseiten und unabhängige Produkt Reviews haben eine grosse Bedeutung im Informationsprozess. In dieser Phase sind Offline-Medien wie TV-Werbung für knapp ein Viertel der Käufer wichtig. Bei Fortschreiten des Prozesses in Richtung Kauf verlieren die klassischen Medien allerdings zunehmend an Bedeutung.
Bis zum Kauf des Mobiltelefons spielen besonders die sogenannten «Earned-Media-Kanäle» eine bedeutende Rolle, Websites also, auf denen Dritte über Produkte schreiben und diese bewerten. «In den vergangenen drei, vier Jahren nutzen Kunden verstärkt das Angebot von Internetforen und recherchieren über Handyprodukte. Gleichzeitig wird auf diesen Seiten immer mehr geschrieben», unterstreicht Dittrich.
Touchpoints effektiv einsetzen
Bei Fragen zur Nutzung des Mobiltelefons nach dem Kauf, wenden sich die Verbraucher jedoch am häufigsten an Kontaktpunkte, die zur jeweiligen Marke gehören («Owned-Media-Kanäle»). Dies kann beispielsweise die Website des Herstellers oder Händlers sein, aber sehr häufig auch der Verkäufer im Geschäft.
«Für Anbieter von Mobiltelefonen sowie anderen komplexen High-Involvement-Produkten ist es wichtig, die verschiedenen Touchpoints, das heisst sowohl die Online- als auch Offline-Präsenz, effektiv und in Kombination einzusetzen, um grösstmögliche Wirkung beim Kunden zu erzielen», sagt Dittrich abschliessend.
 |