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Managerlöhne steigen weiter rasant

Montag, 19. November 2007 / 11:03 h
 
Zürich - Die Löhne der Top-Manager steigen weiterhin rasant. In den 100 grössten börsenkotierten Schweizer Firmen verdienten die Mitglieder der Geschäftsleitung 2006 im Schnitt 2,3 Mio. Franken, 15,8 Prozent mehr als 2005. Die Transparenz bleibt aber gering.  (ht/sda)



Daniel Vasella bekam einmal mehr am meisten Lohn.

 
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«Wenige Unternehmen gehen bei der Information über das verlangte Minimum aus», sagte Dominique Biedermann, Direktor der Anlagestiftung Ethos, bei der Vorstellung der zweiten Ethos-Studie über die Vergütungen in der Chefetage. Das zeige, dass die Selbstregulierung weiterhin nicht gut funktioniere.

Einen statistischen Zusammenhang zwischen Entlöhnung und Leistung habe Ethos nicht feststellen können, sagte Biedermann. Dies könnte aber auch auf die mangelnde Transparenz zurückzuführen sein: Oft sei etwa nicht klar, welche Lohnbestandteile fix und welche variabel seien.

Dagegen zeigt sich weiterhin klar, dass die Entschädigungen um so höher sind, je grösser das Unternehmen ist. Zudem spielt auch die Branche eine klare Rolle: Bei ähnlich grossen Firmen bezahlen Unternehmen der Finanzbranche klar höhere Vergütungen.

Grosse Spannbreite

Die Spannbreiten der Cheflöhne zwischen den 100 Unternehmen ist weiterhin gross. Sie reicht vom Durchschnittslohn eines Managers des Energieunternehmens BKW von 376'000 Fr. bis zum durchschnittlichen Sälar in der UBS-Chefetage von 18,98 Mio. Franken.

Die zweithöchsten Durchschnittslöhne nach der UBS bezahlt die Credit Suisse ihren Top-Managern (18,77 Mio. Fr.) gefolgt von den grossen Pharma- und Versicherungsunternehmen. Der Lohnanstieg hat sich 2006 beschlenigt: 2005 war er mit 7,6 Prozent noch halb so schnell.

Bei den einzeln ausgewiesenen Löhnen liegt weiterhin Novartis-Chef Daniel Vasella mit 44,2 Mio. Fr. an der Spitze. Hinter Vasella folgen UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel (26,6 Mio. Fr.) und Nestlé-VR-Präsident und -Konzernchef Peter Brabeck (17,2 Mio. Franken).

Teure Geschäftsleitungen

Auf den Plätzen vier und fünf liegen Roche-Präsident und -Konzernchef Franz Humer (16,7 Mio. Fr.) und Credit Suisse-VR-Präsident Walter Kielholz (16,0 Mio. Franken).

Die teuersten Geschäftsleitungen leisten sich erneut die Grossbanken, gefolgt von den grossen Pharma- und Versicherungsunternehmen.

Im Durchschnitt verdiente 2006 ein Mitglied der UBS-Geschäftsleitung 18,98 Mio. Franken, bei der Credit Suisse waren es 18,77 Mio. Franken.


 
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