Materialfehler liess Sprungschanze einstürzen

Montag, 13. Juni 2005 / 12:46 h
 
Zürich - Der Einsturz der Sprungschanze bei der Trendsport- Veranstaltung Freestyle.ch in Zürich im vergangenen September geht auf einen Materialfehler zurück.  (fest/sda)



Die eingestürzte Landing im September.

 
Weder Personen noch Firmen sind haftbar. Die Staatsanwaltschaft stellte das Strafverfahren ein. Eine Lasche an einem Stahlträger war gebrochen und hatte eine Kettenreaktion ausgelöst, die zum Einsturz der Rampe führte, wie die technische Untersuchung der Materialprüfungsanstalt (EMPA) zeigte. Das Unglück ereignete sich am 25. September 2004 auf der Landiwiese. Personen kamen keine zu Schaden.

Da die Mangelhaftigkeit am Material weder der Aufstellerfirma noch den Mitarbeitern während des Aufbaus erkennbar war, liege kein strafrechtlich relevantes Verhalten vor, heisst es in einer Mitteilung der zuständigen Staatsanwaltschaft. Auch seien vor dem Anlass mit diesem Material nie Problemen dieser Art aufgetreten.

Event wieder in diesem Jahr

Der Unfall auf der Snowboard-Schanze hatte sich am zweiten Tag der Veranstaltung ereignet. Diese war darauf sofort abgebrochen worden. In diesem Jahr soll der Event aber wieder in voller Länge durchgeführt werden. Er findet vom 23. bis 25. September bereits zum elften Mal in Zürich statt.

Die Veranstalter von Freestyle.ch lassen sich vom Zwischenfall im letzten Jahr nicht beirren. Neben der eingestürzten Schanze Big Air wird in diesem Jahr ausserdem die überdachte Kingsize Halfpipe den Event wetterunabhängiger machen, wie es auf der Homepage von Freestyle.ch heisst.

Erstmals kostet das Spektakel in diesem Jahr aber Eintritt. Dafür werde das Programm reichhaltiger, heisst es weiter. Internationale Topstars werden auf Freeskis, Snowboards, FMX- und BMX-Bikes und Skateboards ihre neusten Tricks und Runs zeigen.



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