Microsoft zu 1,5 Mrd. Dollar Strafe verurteilt

Freitag, 23. Februar 2007 / 07:14 h
 
San Francisco - Ein US-Geschworenengericht hat den Softwarekonzern Microsoft wegen Patentrechtverletzung verklagt. Microsoft soll deshalb dem Telekomausrüster Alcatel-Lucent 1,5 Mrd. Dollar (1,8 Mrd. Franken) bezahlen. (dl/sda)



Microsoft wehrt sich gegen das urteil.

 
Das Gericht in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien fällte die Entscheidung am Donnerstag. Das Urteil werde weder durch das Recht noch durch die Fakten gedeckt, erklärte ein Rechtsberater von Microsoft.

Der Konzern will den zuständigen Richter überzeugen, das Votum der Geschworenen abzulehnen. Andernfalls werde gegen das Urteil vorgegangen, teilte Microsoft mit.

Der Telekomausrüster Lucent hatte Microsoft 2003 verklagt, weil Partner des Unternehmens, darunter die Computerhersteller Dell und Gateway, Windows-Software verwendeten.

Rechte an MP3 verletzt

Damit sollen diese Lucents Rechte am digitalen Musikformat MP3 verletzt haben. Microsoft argumentiert, eine ordnungsgemässe Lizenz vom deutschen Fraunhofer-Institut erworben zu haben.

Alcatel-Lucent ist seit dem Zusammenschluss des US-Konzerns Lucent und der französischen Alcatel-Gruppe im Dezember zweitgrösster Anbieter in der Netzwerkbranche.



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