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Migros und Coop verzichten auf gewisse Farbstoffe

Dienstag, 10. August 2010 / 10:36 h
 
Bern - Schleckereien mit Farbstoffen, die bei Kindern möglicherweise zu Hyperaktivität führen können, verschwinden aus den Regalen von Coop und Migros. Die Grossverteiler ziehen diese Produkte freiwillig zurück. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hält derartige Massnahmen nicht für notwendig. (sl/sda)



Coop verzichtet bei Eigenmarken auf künstliche Farbstoffe.

 
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Das BAG entschied anders als die EU, die seit dem 20. Juli Produkte mit künstlichen Azofarbstoffen oder Chinolingelb mit dem Warnhinweis «Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen» versieht.

Das BAG begründet seinen Standpunkt damit, dass die europäische Lebensmittelbehörde - im Gegensatz zu britischen Forschern - keinen Zusammenhang zwischen künstlichen Farbstoffen und der Hyperaktivität von Kindern feststellen konnte. Auf Grund der fehlenden wissenschaftlichen Gewissheit könne ein solcher Hinweis in der Schweiz nicht eingeführt werden.

Dennoch reagieren die beiden Grossverteiler. Die Migros verabschiedet sich bis ins Jahr 2012 schrittweise von Produkten, die diese Farbstoffe enthalten, sagte am Montag die Sprecherin Martina Bosshard. Sie bestätigte einen entsprechenden Bericht des Westschweizer Radios RSR.

Coop verzichtet bei Eigenmarken auf künstliche Farbstoffe. Laut Sprecher Nicolas Schmied ist dies bereits bei 98 Prozent der eigenen Produkte der Fall. Den Zulieferern anderer Markenprodukte empfiehlt Coop auf künstliche Farbstoffe zu verzichten.

Den Stein ins Rollen gebracht hatten Schweizer Konsumentenschützer. Die Konsumentenorganisationen empfehlen, beim Einkaufen auf die Zutaten zu achten. Azofarbstoffe seien an den Nummern E102, E110, E122, E124, E129 zu erkennen. Chinolingelb, das kein Azofarbstoff ist, aber im Verdacht steht, Allergien auszulösen und bei Kindern Hyperaktivität zu fördern, trägt die Nummer E104.


 
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