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Nahtlos zum grossen Durchbruch – auch dank «venturelab»

Mittwoch, 3. Oktober 2007 / 14:52 h
 
Gemeinsam haben Amadé Bregy und Pierluigi Nervi das Ausbildungsmodul venture plan von venturelab besucht. Kennen gelernt haben sich die beiden Forscher im Kurs venture challenge – der auch als «unternehmerische Partnervermittlung» funktioniert hat: Der Walliser und der Tessiner sind mittlerweile Partner. (ps)



Gemeinsam im venture plan: Amadé Bregy (links) und Pierluigi Nervi (rechts, in der Mitte Projektleiter Flavio Agosti von venturelab)

 
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Ihr Projekt beruht auf der Forschungsarbeit von PD Dr. Michael Reinert und Amadé Bregy an der Klinik für Neurochirurgie der Universität Bern. Es geht dabei um «sutureless tissue fusion», die nahtlose Verbindung von Geweben.

Viel mehr als eine Alternative

Etwas populärer ausgedrückt heisst das: Schweissen statt nähen. In der Spitzenchirurgie, bei schwierigen Operationen im Gehirn oder am offenen Herzen, aber auch bei einfachen Verletzungen wäre das mehr als nur eine Alternative zum herkömmlichen Nähen, sondern ein eigentlicher Durchbruch.

Vor ganz anderen Dimensionen

Dieser liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Darum bereiten sich Bregy und Nervi in venture challenge und venture plan denn darauf vor, den wissenschaftlichen Quantensprung auch unternehmerisch umzusetzen. Die beiden wissen um den Stellenwert des unternehmerischen Know-how, denn «wenn unser Projekt noch einen Schritt weiter gediehen ist, kommt es in ganz andere Dimensionen: Bis eine Innovation in der Medizin die ganze Kaskade von Versuchen, Tests und Verfahren durchlaufen hat, braucht es sehr viel Geld.»

Finanzielle Unterstützung fehlt

Nur: In der Schweiz fehle jedoch nach wie vor die finanzielle Unterstützung beim für den Sprung von der Grundlagenforschung zur wirtschaftlichen Anwendung: «Für den Nationalfonds sind wir keine Grundlagenforscher mehr – und für die Industrie noch nicht reif genug. In den USA hätte ich vielleicht in den USA bereits eine Firma gegründet», fragt sich Bregy, der zur Zeit in einem interdisziplinären Forschungsteam von Universität Bern und EPF Lausanne doktoriert.

Er arbeitet gleichzeitig aber auch konsequent auf sein Ziel hin. Im Moment geht es um den «Proof of principal», den Beweis, dass das Verfahren funktioniert. In-vitro-Versuche haben bereits stattgefunden, die ersten in-vivo-Versuche laufen.

Schutz für geistiges Eigentum

Was den Schutz des geistigen Eigentums im Zusammenhang mit der Methode des elektromagnetischen «Verschweissens» von Nähten betrifft, werden die Forscher von Unitectra, der Technologie-Transferstelle der Universitäten Bern und Zürich, intensiv unterstützt.


 
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