

Die Hersteller-Deklaration reicht gemäss Pro Juventute nicht aus.
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Die am Donnerstag lancierte Petition von Pro Juventute verlangt, dass eine nationale Zertifizierungsstelle eingerichtet wird, die Computerspiele, Videos und Kinofilme auf die Altersfreigabe prüft.
Pro Juventute begründete den Vorstoss damit, dass Kinder und Jugendliche mit immer mehr Gewalt am Bildschirm, auf Handys, bei Computerspielen und Videos konfrontiert seien.
Die Selbstregulierung von Herstellern und Händlern allein genüge nicht, und bei Kinofilmen gelte praktisch in jedem Kanton eine andere Regelung.
Zusammenarbeit mit Branche
Die Petition «Stopp der (un)heimlichen Gewalt» will aber nicht eine staatliche Regelung im Sinne der traditionellen Zensur. Denn dies wäre wegen des schnellen Wandels der Technik ohnehin hoffnungslos. Angestrebt wird vielmehr eine Zusammenarbeit von Staat und Branchenverbänden, wie sie als regulierte Selbstregulierung in anderen Ländern bereits funktioniere.
Die Branche der interaktiven Unterhaltung lehnt die Petition ab. Eine zusätzliche Regulierung sei sinnlos, da sich die Branche bereits selber Verhaltensgrundsätze auferlegt habe, schreibt ihr Verband SIEA. Eine Auswertung zeige, dass mit dem im vergangenen Herbst gemeinsam mit dem Handel eingeführten Verhaltenskodex ein wirksamer Jugendschutz bestehe. Der Verhaltenskodex sieht Alters- und Werbeeinschränkungen beim Verkauf von interaktiver Unterhaltungssoftware vor. 
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