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Powerset: Kontext-basierte Suchmaschine fordert Google

Donnerstag, 4. Oktober 2007 / 10:28 h
 
Palo Alto - Das US-Unternehmen Powerset entwickelt einen neuen Suchalgorithmus, der Internetgrössen wie Google in den Schatten stellen soll. Unter dem Namen «Natural Language» arbeiten die Techniker an einer Funktion, die es erlaubt, Fragen aus dem Kontext zu erkennen.  (fest/pte)



Powerset befindet sich noch in der Entwicklung, kann aber schon nach der Registrierung getestet werden.

 
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Telekommunikationsmagazin «Get Connected» über die neue Suchmaschine und seine Technik. (engl.)
http://www.youtube.com/wa...
Eurekster
Suchmaschine mit einem anderen Ansatz: Soziale Filter.
http://www.eurekster.com
Powerset
Blog von Powerset. Die Suchmaschine kann man erst nach Registrierung testen. (engl.)
http://blog.powerset.com/
 
Im Gegensatz zur bisher vorherrschenden Stichwortsuche, liefert das System deutlich präzisere Ergebnisse. Für den Nutzer gestaltet sich die Suche einfach, da er komplette Fragesätze formulieren kann. Die Frage 'Wann entwickelte Linus Torvalds Linux' tritt also an die Stelle von Suchkombinationen wie 'Entwicklung Torvalds Linux'.

Anders als Google sucht Powerset nicht danach, wo ein Stichwort im Internet vorkommt, sondern analysiert jedes Wort in seinem Kontext. Dabei wird die tatsächliche Bedeutung eines Begriffs herangezogen. «Das System liest jeden Satz in jedem Dokument und extrahiert dessen Bedeutung», erklärt Barney Pell, Chef von Powerset.

Wie ein Gespräch mit einem zweijährigen Kind

Pell vergleicht die heutigen Suchanfragen mit einem Gespräch mit einem zweijährigen Kind: «Einerseits ist man glücklich, überhaupt mit ihm sprechen zu können, andererseits möchte man, dass es möglichst schnell aufwächst, damit man mit ihm eine vernünftige Konversation führen kann».

Statt nur nach Stichworten zu suchen, soll Powerset in der Lage sein, die Syntax von Fragesätzen zu analysieren und anhand dessen Ergebnisse liefern. Die Herangehensweise von Powerset komme im Gegensatz zur Konkurrenz der natürlichen Sprache des Nutzers entgegen.

Kontext-basierten Suchmethoden bescheinigt auch Thomas N. Burg, Web-2.0-Experte und Geschäftsführer von Socialware, eine bedeutende Zukunft. «Das Problem ist, dass User oft nicht wissen, wonach sie genau suchen. Wenn man den genauen Begriff nicht kennt, ist es schwierig, mit aktuellen Suchangeboten schnell zu einem guten Ergebnis zu kommen», meint Burg.

Kontextsuche

Beim Kontext-Ansatz wird die Suchfrage analysiert und in Zusammenhang mit einem Überthema gebracht. Der Satz 'Wann geht die Sonne auf?' enthält 'Sonne' und 'aufgehen'. «Damit verweist diese Frage auf den Kontext 'Wetter'», erläutert Burg.

An Grenzen stossen Suchmaschinen bei Multimediadateien. «Die Lösung hier ist, dass beispielsweise zu einem Bild Metadaten hinzugefügt werden, um das Foto auffindbar zu machen. Die Suchalgorithmen von Flickr arbeiten hier bereits sehr gut», meint Burg. Bei Videos gibt es neben den Metadaten noch einen weiteren Ansatz, sie auffindbar zu machen. Mithilfe von spezieller Software wird aus dem Gesprochenen im Video ein Text, der schliesslich ebenfalls durchsuchbar ist.

Eurekster mit eigenem Ansatz

Einen weiteren Ansatz im Wettstreit um die effektivste Suchmaschinentechnik entwickelt Eurekster. Der Betreiber geht seinen eigenen Weg, indem er soziale Filter in das Suchsystem einbindet. In das Ranking zukünftiger Ergebnisse wird einerseits das Klickverhalten des Benutzers eingebunden, andererseits können auch die Surfpfade von Freunden, Verwandten oder Kollegen berücksichtigt werden.

«Diese Variante des Suchens sehe ich als chancenreichste Methode für die Zukunft an», meint Burg. Die normale Suchanfrage werde durch den sozialen Filter reduziert und liefere so präzisere Ergebnisse zu speziellen Interessen, die mit anderen Webusern geteilt werden.


 
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