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Schweizer Manager verdienen fürstlich

Donnerstag, 9. November 2006 / 11:27 h
 
Zürich - Bei den 100 grössten börsenkotierten Unternehmen kassierten Mitglieder der Geschäftsleitung 2005 durchschnittlich 2,2 Mio. Franken. (bert/sda)



Die Schweizer Manager werden fürstlich entlöhnt.

 
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Allerdings ist die Transparenz über die Cheflöhne im internationalen Vergleich gering.

Die meisten Firmen stellten nur gerade das von der Börse verlangte Minimum an Informationen zur Verfügung, kritisierte Dominique Biedermann, Direktor der Anlagestiftung Ethos, in Zürich bei der Vorstellung einer Studie.

Zudem hätten die Schweizer Aktionäre nur wenig zur Lohnpolitik zu sagen.

Was verdient der CS-Chef?

In der Studie erweist sich die Spannbreite der Managerlöhne als gross: Sie reicht von 270 000 Fr. bei der Medizinaltechnik-Firma Ypsomed bis zu 32 Mio. Fr. im Schnitt pro Geschäftsleitungsmitglied bei der Grossbank Credit Suisse (CS). Verwaltungsräte ohne Funktion in der Unternehmensleitung erhalten für ihr Mandat durchschnittlich 230 000 Franken.

CS-Chef Oswald Grübel muss allerdings seinen Lohn nicht ausweisen, da er keinen Einsitz im Verwaltungsrat hat. Die Vermutung liegt aber nahe, dass sein Gehalt deutlich über dem CS-Mittel von 32 Mio. Fr. liegt. Damit übertrifft er auch das Salär von UBS-Präsident Marcel Ospel (24 Mio. Franken).

Die CS widersprach indes den Berechnungen von Ethos. Die im Geschäftsbericht publizierten Management-Saläre ergäben einen Durchschnitt von rund 17 Mio. Fr. pro Geschäftsleitungsmitglied, statt der 32 Mio. Franken, «wie von Ethos spekuliert», teilte die Grossbank am Abend mit.

Vasella verdient über 30 Mio.

Den höchsten ausgewiesenen Lohn erhält Novartis-Chef Daniel Vasella mit 30,1 Mio. Franken. Franz Humer von Roche kommt offiziell auf 14,8 Mio. Fr. und Peter Brabeck von Nestlé auf 14,4 Mio. Franken.

Zur Glaubwürdigkeit der Lohnpolitik gehöre Transparenz, hält Ethos fest. Zudem solle nicht nur der Verwaltungsrat sondern auch die Aktionäre bestimmen können: Zumindest solle die Lohnpolitik der Generalversammlung für eine konsultative Abstimmung vorgelegt werden. Solche Verfahren hätten etwa in England und Australien dämpfend auf die Lohnexzesse gewirkt, meinte Biedermann.


 
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