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Übernahmekampf: Aktionäre klagen gegen Yahoo

Freitag, 29. Februar 2008 / 08:39 h
 
Sunnyvale - Die Handhabung des Übernahmeangebotes durch Microsoft schürt den Zorn der Yahoo-Aktionäre. Sieben Anteilseigner haben gegen den Internetsuchmaschinenbetreiber nun Klagen eingereicht, wie Yahoo in seinem jährlichen Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC anführt.  (ht/pte)



Microsofts Übernahmeofferte sorgt für Unsicherheit bei Yahoo.

 
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Yahoo habe es weder bei Microsoft noch in der Vergangenheit geschafft, eine Übernahme mit potenziellen Interessenten zu vereinbaren, so einer der Hauptvorwürfe. Das Übernahmeangebot von Microsoft habe nicht nur für erhebliche Ablenkung innerhalb des Unternehmens, sondern auch für Unsicherheit gesorgt, die sich nachteilig auf das Geschäft auswirken könnte, argumentiert dagegen Yahoo.

Die Klagen richten sich gegen den Vorstand des Unternehmens und bezichtigen diesen vor allem des Verstosses gegen Treuepflichten. Welche Aktionäre nun gerichtliche Schritte setzen wollen, geht aus dem Bericht nicht hervor. «Wenn es sich um grosse Investoren handelt, könnte dadurch massiv Druck auf das Yahoo-Management ausgeübt werden», sagt Erste-Bank-Analyst Ronald Stöferle. Ein weiterer Vorwurf der Kläger lautet, dass Yahoo Microsofts Angebot abgelehnt habe, ohne sich darüber zu informieren, ob Microsoft zu weiteren Überlegungen und Zugeständnissen bereit gewesen wäre. Die Beklagten würden deshalb nicht im besten Interesse der Aktionäre handeln.

Negative Auswirkungen

Das Übernahmeangebot Microsofts ist und könnte auch weiterhin eine Ablenkung für das Management und die Mitarbeiter des Suchmaschinenbetreibers sein, schreibt Yahoo im SEC-Bericht. Zudem habe das Angebot erheblichen Zeitaufwand und den Einsatz von Ressourcen mit sich gebracht und könnte dies auch weiterhin tun. Die verursachte Unsicherheit unter den Mitarbeitern könne darüber hinaus negative Auswirkung auf die Bindung wichtiger Angestellter haben und sich auch nachteilig auf die Einstellung neuer Fachkräfte auswirken. Zudem bestehe die Gefahr, dass das feindliche Übernahmeangebot die Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern negativ beeinflusse, die möglicherweise Verträge beenden, nicht mehr verlängern oder nicht eingehen.

«Yahoo hatte in der Vergangenheit Probleme damit, im Kampf um die besten Köpfe Talente zu rekrutieren. Jedem der sich in dieser Branche bewirbt ist jedoch klar, dass es einen weiteren massiven Konsolidierungsprozess geben wird und nur ein oder zwei grosse Player übrig bleiben werden», erläutert Stöferle. Deshalb sei es eher unwahrscheinlich, dass das Übernahmeangebot zusätzliche Auswirkungen auf die Rekrutierung neuer Mitarbeiter haben könnte. Auch Auswirkungen auf Geschäftsbeziehungen seien eher nicht vorstellbar. Nachdem Yahoo Microsofts Übernahmeangebot Mitte Februar mit der Begründung, der gebotene Preis von 44,6 Mrd. Dollar liege unter dem Wert des Unternehmens, abgelehnt hatte, wagte der Softwareriese vergangene Woche einen erneuten Vorstoss. Microsoft sicherte zu, bei einer Übernahme keinen Jobabbau vorzunehmen.


 
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