Sorry, you need Javascript on to see our email.
Home
  Home / News / Falsche Twitter-Follower bei Firmen  

Falsche Twitter-Follower bei Firmen

Dienstag, 12. Juni 2012 / 10:34 h
 
Mailand - Eine Studie der Universität Mailand kommt zum Ergebnis, dass ein hoher Prozentsatz der Twitter-Follower von Unternehmen aus Accounts besteht, die von Bots betrieben werden. (bert/pte)



Die Forscher ziehen die Anzahl der Fans als Erfolgsindikator in Zweifel. (Symbolbild)

 
SERVICE
Artikel als E-Mail senden
Druckansicht
 
Die Forscher haben mit einem Algorithmus Stichproben von jeweils 10'000 Followern pro Firma untersucht. Ob ein User Mensch oder Bot ist, wurde mit Hilfe eines eigens geschaffenen Kriterienkatalogs ermittelt. Laut der Erhebung bestehen die Twitter-Gefolgschaften der untersuchten Firmen zu 2,39 bis 45,99 Prozent aus maschinell betriebenen Accounts.

20 Dollar für 50'000 Follower

«Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob ein Account von einem Bot betrieben wird. Wir sind aber in der Lage festzustellen, ob sich ein User wie ein Bot verhält. Bislang gibt es keine bessere Methode», sagt Studienautor Marco Camisani Calzolari. Die Studie widmet sich drei verschiedenen Kategorien von Firmen, internationalen Konzernen, internationalen Unternehmen aus Italien und italienischen Firmen. Der Anteil der Follower unter Bot-Verdacht schwankte dabei beträchtlich, was Calzolari als Zeichen für die Qualität des verwendeten Algorithmus sieht.

Die Kriterien berücksichtigen unter anderem die Verwendung von Mobiltelefonen zu Einwahl, die Profilfotos, die User-Biografie, Geo-Daten, den Grad der Vernetztheit und den Inhalt, um Menschen von Maschinen zu unterscheiden. Die Ergebnisse sind für Marketing-Abteilungen ernüchternd.

«Die Firmen haben Fehler gemacht. Sie haben ihre Homepages vernachlässigt und ihre Marketing-Bemühungen in die sozialen Medien ausgelagert. Viele der dazu angestellten Agenturen arbeiten unseriös und kaufen einfach Follower. Auf seoclerks.com kosten 50'000 Nutzer 20 Dollar», erklärt Camisani Calzolari die Ursache für die hohe Zahl der Bot-Verdachtsmomente. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Zahl der Follower als Indikator für den Erfolg eines Social-Media-Auftritts keine grosse Relevanz besitzt. «Bei Facebook gibt es dieselben Probleme. Ich arbeite gerade an einer geeigneten Messmethode», so der Fachmann.

Neue Strategien

Unter den internationalen Konzernen hat der Twitter-Account DellOutlet den höchsten Anteil an potenziell automatisierten Followern. 45,99 Prozent sind laut dem Algorithmus aus Mailand verdächtig. Unter den 13 untersuchten Konzernen ist Starbucks mit 6,88 Prozent auffälligen Followern der Gewinner. Bei Coca Cola, PlayStation und Samsung betragen die Anteile 13,13, 11,61 beziehungsweise 10,57 Prozent. Bei den italienischen internationalen Unternehmen schneidet IKEAITALIA am schlechtesten ab, mit 45,92 Prozent Verdachtsmomenten.

Bei den rein inneritalienisch agierenden Firmen hat Treccani mit 44,67 Prozent an schwarzen Schafen die schlechteste Billanz. Pomodoro Mutti hat mit 2,39 Prozent einen unerreicht niedrigen Anteil von falschen Freunden. Fast alle Firmen haben mutmassliche Bot-Follower-Anteile im zweistelligen Prozent-Bereich.

«Firmen sollten die PR-Firmen entlassen und zurück zu den Wurzeln gehen. Eine eigene, attraktive Webpräsenz ist entscheidend. Social Media sind nicht nutzlos, sollten aber eher verwendet werden, um Nutzer auf die eigene Homepage zu lotsen, nicht um blind Follower zu sammeln. In Zukunft werden wir integrierte Auftritte sehen, die Mobile, firmeneigene Apps, Webseite und Social Media nahtlos verknüpfen», so Camisani Calzolari. Das sei zwar nicht einfach, führe aber zu tatsächlich aktiven, menschlichen Usern, die auch wirklich eine Beziehung zu Unternehmen aufbauen, sagt der Experte. «Das ist zwar aufwendiger, aber es lohnt sich», sagt der Forscher.


 
Zusammenhang
Boomender Handel mit gestohlenen Twitter-Accounts
Sonntag, 7. Oktober 2012 / 21:09 h
In einschlägigen Online-Foren blüht der Handel mit gekaperten Twitter-Accounts.
>> lesen Sie hier weiter
Social Web: «Einwegkommunikation hat ausgedient»
Freitag, 21. September 2012 / 09:43 h
Wien - «In der Unternehmenskommunikation gibt es keine Einbahnstrassen mehr, denn der Kunde übernimmt die Initiative.» Zu...
>> lesen Sie hier weiter
Enorme Summen für falsche Facebook-Fans
Samstag, 21. Juli 2012 / 14:20 h
London - Bei Facebook blüht das Geschäft mit Likes. Viele Unternehmen sind bereit, enorme Summen zu investieren, um die...
>> lesen Sie hier weiter
Twitter startet Frontalangriff auf Facebook
Dienstag, 19. Juni 2012 / 17:57 h
San Francisco - In den vergangenen Monaten hat Twitter schrittweise damit begonnen, seine Suchkapazitäten auszubauen, wie...
>> lesen Sie hier weiter
Nestlé-App managt Facebook und Co.
Freitag, 11. Mai 2012 / 10:14 h
Singapur - Die neue App «Social Break», die Profile bei Facebook, Twitter und LinkedIn selbständig befüllen kann, wurde diese...
>> lesen Sie hier weiter
Mit dem Kunden auf Du und Du
Montag, 12. März 2012 / 16:47 h
Laut einer aktuellen Studie engagieren sich 91% der grössten Schweizer Unternehmen im Social Web. Und auch die kleinen und...
>> lesen Sie hier weiter
Konzerne nutzen Social Media noch strukturlos
Dienstag, 23. August 2011 / 11:14 h
Leipziger Forscher haben untersucht, inwieweit börsennotierte Unternehmen Social-Media-Plattformen nutzen. Die Studie zeigt,...
>> lesen Sie hier weiter
Weitere aktuelle Meldungen
Apple ist weltweit vor Google wertvollste Marke
Dienstag, 21. Mai 2013 / 11:04 h
Bern - Apple ist mit einem Wert von 185 Mrd. Dollar vor Google die weltweit wertvollste Marke. Dies zeigt die Markenwertstudie...
>> lesen Sie hier weiter
Paywall: The Sun braucht rund 300'000 Abonnenten
Dienstag, 21. Mai 2013 / 08:51 h
London - Die britische Sun benötigt nach der Einführung einer Bezahlschranke zwischen 250'000 und 340'000 Online-Abonnenten....
>> lesen Sie hier weiter
Zurbriggen fährt künftig mit Head
Freitag, 17. Mai 2013 / 15:08 h
Neue Skimarke für Silvan Zurbriggen.
>> lesen Sie hier weiter
Gesucht: Die besten Apps in der Tourismusbranche
Donnerstag, 16. Mai 2013 / 17:07 h
Am 27. Mai 2013 wird in Bern zum dritten Mal der GLOBONET eTourism-Award vergeben. Die Auszeichnung kürt Schweizerische...
>> lesen Sie hier weiter
Nescafé bleibt die wertvollste Marke der Schweiz
Donnerstag, 16. Mai 2013 / 16:19 h
Zürich - Die Marke Nescafé ist nach wie vor die wertvollste Marke der Schweiz, auch wenn das Landessymbol für löslichen Kaffee...
>> lesen Sie hier weiter
>> Weitere Meldungen

Kontakt
Für Pressemitteilungen oder Fragen kontaktieren Sie bitte:
Peter Linsin
 height= +41 (0)71 246 56 56
 height= +41 (0)78 848 43 00
linsin@news.ch
emax_ch
  

Weiter zu: Team


Schnellzugriff:






Aktuell:
news.ch



Unique Clients


Quelle: NET-Metrix

Populäre Themen

Neu auf werbung.ch
Aktuelle News
Pools
Technologie

Werbeformen

AdSpot
PosterAd
SMS
Publireportage

Zuletzt geändert

baugewerbe.ch
news.ch
uniboard.ch
bandplanet.com